Grünalgen - absichtlich

    Das Lebendgebaerende-Forum hat seinen Betrieb eingestellt.

    Wer sich weiterhin mit Gleichgesinnten über Lebendgebärende Aquarienfische austauschen möchte,
    dem empfehlen wir folgende Plattformen:

    DGLZ-Forum
    Lebendgebärende Aquarienfische
    Guppytreff-Berlin

    Wir bedanken uns bei allen aktiven Usern für die gute Zeit.

    • Grünalgen - absichtlich

      Hallo :)

      Ich halte seit Jahren Grünalgen, vermutlich wegen der Verzweigunsart sogar eine der gefürchteten Cladophora-
      Arten.

      Sie wachsen ganz brav dort, wo ich sie habe möchte, zum Beispiel als riesige Weideflächen für meine Platys und Mollys.
      Als Lebensgrundlage für diesen "Aufwuchs", den Welsarten wie z.B Nadelwelse oder Otocinclus benötigen.

      Und sogar in manchem Becken ganz ohne Nutzen, hier helfe ich nach, indem ich Algenbüschel mit Sekundenkleber auf ihren
      neuen Untergrund zwinge. Z.B eine Steinhöhle.
      Selbst wenn direkt daneben eine mit Moos bewachsene Höhle steht, greifen die Algen nicht über.
      Wenn z.B keine Kurzhaltetrupps wie Amanogarnelen, die diese Grünalgen abbeissen können, da sind,
      stutze ich gelegentlich bonsaiartig nach Belieben mit einer Schere.

      Es ist selbstverständlich ABSOLUTE GESCHMACKSACHE!!!!

      Und man kann seine Tiere sicher genauso gut mit Algentabletten und sonstigem Grünfutter zufüttern.

      Damit ihr euch das Ganze etwas vorstellen könnt, hier Bilder, und ihr dürft ruhig schreiben, dass es in euren Augen
      furchtbar ist


      .

      Als Sitzplatz für Molukken-Fächergarnelen, die gerne ganz oben sitzen, dabei aber doch nicht auf dem blanken Präsetierteller, vorne rechts eine starke Strömungspumpe:



      .

      Als Spielerei - eine Brücke. Plexiglas mit aufgeklebtem Kies, darauf die Grünalge anwachsen lassen.
      Etwas auch zum Nutzen für meinen Baby-Sturisoma-Wels






      .

      Dieselbe Brücke konnte ich Jahre später einmal gut brauchen für mein immer mitlaufendes kleines Cube, Notfallbecken
      normal nur mit Schnecken besetzt.
      Hier waren ein paar Platys zur Auswärtsquarantäne kurz im Becken, bis sie abgeholt wurden



      .

      Noch sehr neu angepflanzt, wird noch geschnitten.
      Eine sonst sehr hässliche schwarze Krabbenhöhle. Steht mit Öffnung zu einer Strömung, die von der Frontscheibe
      abprallt. Das mögen die Gabun-Fächergarnelen gerne. in eine nackte Höhle würden sie nicht hineingehen



      .

      So geschützt, sitzen auch mal ein paar Dornaugen drinnen, die sonst lieber ihre eigenen, schmalen Röhren benutzen:
      Also man kann sich Tiere, die man sonst kaum sehen würde, mit dieser Deckung in Kombi mit passender Strömung an die Scheibe locken, rein aus Egoismus.




      .

      Links der Antennenwels. Welshöhle mit Moos, direkt daneben meine Grünalgenhöhle





      .

      Ein kleines Kampffischbecken.
      Mittig unten eine halbe Röhre mit Grünalgenbepelzung.
      (Es kam inzwischen noch mehr Moos rein, war noch zu wenig Bepflanzung für einen Kampffisch)



      .


      Interessant fände ich es, zu wissen, ob ich da jetzt eine sehr brave, schön dort sitzenbleibende Algenart habe, oder eben einfach Glück.
      Habt ihr auch extra angelegte oder geduldete Weideflächen?

      Gruß Schoko
    • Hallo
      Ich halte ein technikloses Becken in Fensternähe, da ist bewusst drauf geachtet worden, das sich in der Sonne möglichst viele Fadenalgen entwickeln.
      In dem Becken wohnen seit etwa 12 Wochen Zwergschwarzbarsche, die Algen benötigen um Nahrung daraus zu entnehmen und zum anderen legen sie da ihre Eier drin ab.
      Temperaturen tagsüber gehen schon mal knapp an 30 Grad, Nachts fallen sie auf unter 20 Grad.
      Ich habe in dem Becken ursprünglich 3 Männchen und 1 Weibchen.
      Sollte ursprünglich 2 m/ 2 w sein.
      Das 2 Weibchen hat sich dann im Becken doch als Männchen entwickelt.
      Trotz Unterbesatz an Weibchen habe ich in den letzten 12 Wochen ca. 130 Jungtiere da herausgeholt.
      Ich führe es auf die gute Algenentwicklung und tägliche Futtergaben von Artemia Nauplien zurück.



    • Hallo,
      ich finde deine Algenhöhlen und sonstiges Mobilar sogar wirklich bezaubernd anzusehen. Grundsätzlich ist es keine häßliche Alge mit ihrem satten Grünton aber halt nicht immer willkommen.
      Leider habe ich die verpönte Cladophora immer dort wo mein Fissidens ein zuviel an Licht bekommt. Solange es im Halbschatten wächst ist alles tutti aber sobald es sich Richtung Licht räkelt ist schnell vorbei mit seiner Schöhnheit.

      Andererseits sagt mal aber auch dass sich gerade Cladophora nur hält wo eine gute Wasserqualität herrscht, wie auch immer...würde sie sich bei mir nur so hübsch präsentieren wie auf deinen Fotos würde ich ihr gerne Asyl gewähren aber so steht sie auf meiner Liste immer ganz, ganz oben.
    • :D

      Hi. Danke.

      Ja, so kenne ich das auch. Grünalgen sind so ähnlich, dass sie meistens in Becken stark auftauchen,
      in denen der Pflanzenwuchs genauso stark ist.

      Gute Wasserqualität bei mir auf jede Fall vorhanden, ich wechsel oft 2x wöchentlich 80%.
      Den Algen gefällt´s.

      Algen bei Jungfischen mit einzusetzen, werde ich auch einmal probieren.

      Gruß Schoko
    • Hallo,

      das ist wirklich ein schöner Einsatz von Algen. Find ich gut :D .

      @Schokoladentorte: Sind deine Cladophora-Algen auf Mooskugeln zurück zu führen oder hast du anderweitig irgendwelche Algenbüschel geerntet und vermehrt?

      Beste Grüße
      Christian
    • Hallo Christian

      sie unterscheidet sich von der Cladophora-Art einer Mooskugel.
      Die Mooskugel erscheint mir drahtiger, etwas dunkler, und wächst viel langsamer.

      Meine komische Alge kann getrimmt wie ein Rasen aussehen, das erledigen Amanogarnelen und
      Apfelschnecken. Die Tiere beißen von der Alge ab.

      Habe ich keines der beiden Tierarten in einem Becken, wuchert sie lange, und verzweigt sich mehrfach.

      Ich habe auch schon einmal eine Mooskugel aufgeschnitten, ausgebreitet und aufgebunden.
      Daneben wuchs dann "meine" Alge. Sieht ähnlich aus, aber doch unterschiedlich.

      Hatte sie auch im allerersten Becken schon, da kannte ich die Mooskugel noch nicht.
      Versuche auch gerade, eine Art Bonsai-Algen-Kugel zurechtzuschneiden, aber der Algenball
      bleibt zu fluffig.

      Gruß Schoko
    • Hallo Schoko,

      erstaunlich wie sehr sie in dieser Form der Mooskugel ähneln.
      Ich habe selber eher leidige Erfahrungen mit der Cladophora-Alge machen müssen,
      dass sie auch so eine Wuchsform annehmen kann hätte ich nicht gedacht.

      Meine Posthörner und Zwerggarnelen gehen kein bischen an die Alge.
      Gut zu wissen, dass es bei Amanos und Apfelschnecken anders aussieht.

      Gruß
      Christian
    • Hallo

      Ich halte meine Grünalge immer noch.

      Inzwischen denke ich, falls es eine Cladophora-Art ist, dann nicht die, die Schrecken verbreitet, Bilder von
      Cladophora glomerata
      sehen genau aus wie meine.

      Tja, aber auch Chantransia, grüne Pinselalgen werden zu solchen Bildern genannt.

      Persönlich vermute ich, es ist Cladophora glomerata.

      Wenn ich einmal viel Lust habe, werde ich Proben zum Spezialisten versenden.

      Ansonsten mag ich sie eben einfach, weil man mit ihr gestalten kann, ohne das ganze Becken voll zu haben.
      (natürlich nicht im Aquarium zurückschneiden, also einfache Grundregeln einhalten)

      Ich bin nämlich trotz diese Algenliebe eher der pingelige Typ bei Aquarien, zumindest soll alles irgendwie "sauber" aussehen.

      Dass sich das also nicht ausschließen muss, hier zum Beispiel.
      Eines meiner Platybecken. WEIßER Kies, UND die Alge in einem Becken





      .

      Etwas habe ich der Grünalge helfen müssen, denn es ist nicht unbedingt einfach, ausgerechnet in einem Becken zu leben, in dem sich NUR Platys befinden.

      Platys lieben es, in solchen Teppichen herumzuzupfen.

      Gruß Schoko